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AnimalTierische Organe sollen für tierischen Spaß sorgen – auch wenn der Inhalt des Films recht witzig klingt, versagt der Film in der Ausführung auf der ganzen Linie.
Marvin ist daraufhin natürlich der Star des Polizeireviers, was vor allem seinen Vorgesetzten Sgt. Sisk sauer aufstößt. Aber auch Dr. Wilder betrachtet die Entwicklung mit Sorge, hätte er es doch lieber gehabt, wenn Marvin bisschen weniger Aufmerksamkeit erregt hätte. Er weiht Marvin in das kleine Geheimnis ein und schlägt ihm Präventivmaßnahmen für seine allzu tierischen Aktionen vor. Doch vorallem Marvins Sexualtrieb ist zu diesem Zeitpunkt gefordert, hat er sich doch Hals über Kopf in Umweltaktivistin Rianna verliebt. Nun muss er aufpassen, dass die tierische Seite nicht vollends die Oberhand über seinen Körper gewinnt...
"Wir haben uns vor Lachen auf dem Boden gekugelt, als wir das Drehbuch geschrieben haben", meinte Rob Schneider und einmal mehr bekommt man demonstriert, dass Geschriebenes verfilmt nicht zwangsläufig genau so witzig sein muss. Die Idee, einem Menschen tierische Organe einzupflanzen, der sich dann in seinem Wesen total verändert, ist natürlich eine ausgezeichnete, aber die Umsetzung ist leider vollends missglückt. Obwohl ich mir sehr wohl vorstellen kann, dass die Dreharbeiten eine Mordsgaudi gewesen sein müssen, so bleibt vom Witz in der Endfassung des Films gar nichts über. Auch wenn sich Schneider redlich bemüht – er ist einfach nicht witzig. Gezählte dreimal kann man sich über einen guten Gag erfreuen, alle anderen sind bestenfalls halbwitzig bis witzneutral. Einer der gelungenen Scherze ist ein Running Gag mit Marvins Freund Miles. Dieser ist schwarz und fühlt sich rassistisch diskriminiert. Nicht aber, dass er von den Weißen dumm angequatscht wird stört ihn, sondern die oft verdächtige Freundlichkeit der Weißen. Mit dieser umgedrehten Form von Rassismus – so meint er – will man sich für alle Misstaten, welchen seinen Vorfahren angetan wurden, entschuldigen. Witzig auch, dass gerade dieser Tick die gesamte Handlung auflöst. Noch schlimmer als die Darbietung von Schneider sind die meisten der Nebenrollen geraten, die nichts weiter als bloße Stichwortgeber sind. John McGinley grinst sich dümmlich durch den Film, Edward Asner dürfte direkt der "Police Academy" entsprungen sein und Michael Caton als verrückter Wissenschafter ist ein Dr. Dolittle für Arme. Guy Torry als Miles ist wie gesagt der einzige Lichtblick in dieser niveaulosen Dürre und Colleen Haskell ist wohl einzig und alleine als optischer Aufputz engagiert worden (was auch zweifelsohne gelungen ist). Ich kann diesen Film beim besten Willen keiner Zielgruppe empfehlen, denn auch all jene, die auf niveaulose Zoten stehen werden hier enttäuscht (es gibt nämlich keine). Bestenfalls Rob Schneider-Fans werden an diesem Film ihren Spaß haben, aber gibt es solche eigentlich im europäischen Raum? Fazit: "The Animal" ist fast die ganze Laufzeit über nicht witzig – für eine Komödie eine Bankrotterklärung. Claus Schlamadinger Links: |
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